Du magst Katzen? Hier ein Beispiel, wie Dir Lean Six Sigma weiterhelfen kann!


Wir sind überzeugt, dass Lean Six Sigma wirklich jedem helfen kann, im privaten wie im beruflichen Umfeld!

In diesem Beitrag möchten wir Dir erklären, wie Du selbst im Alltag von Lean Six Sigma profitieren kannst…und was den Unterschied ausmacht! Anbei ein einfaches Beispiel:

Problem:
Hilfe, meine Katze hat Übergewicht!

Schritt Beispiel
1. Verstehen, was verbessert werden soll und ein Ziel setzen Meine Katze zu dick: Die Züchterin empfiehlt, das Gewicht zu reduzieren.
2. Den aktuellen Zustand messen Die Katze wiegt derzeit 8 kg, das ist zu viel. Idealerweise sollte sie
5 bis 6 kg wiegen.
3. Erfahrungswissen nutzen oder aus dem Bauch heraus entscheiden Wenn sie mehr Bewegung bekommt und weniger isst, sollte sie abnehmen.
4. Handeln Mehr Bewegung ermöglichen und die täglichen Futtermengen etwas reduzieren.
5. Überprüfen, ob die Verbesserung stattgefunden hat Sie hat 0,5 kg abgenommen.

Dies ist keine schlechte Methode …vorausgesetzt, dass das, was wir für die Ursache des Problems halten, auch wirklich die Ursache des Problems ist.

In diesem Fall: Wenn die Katze nur deshalb übergewichtig ist, weil sie sich zu wenig bewegt und zu viel isst, dann sollte sie weniger wiegen, nachdem sie sich mehr bewegt und die Futtermengen reduziert sind. Wenn die Katze nach einer solchen Maßnahme tatsächlich abnimmt, hat sich die Theorie bestätigt.

Im Beruf wie im privaten Leben lösen wir eine ganze Reihe von Problemen auf diese Weise, indem wir uns auf gesammelte Erfahrungen und unser Bauchgefühl stützen. Wenn wir wissen, was das Problem tatsächlich verursacht, ist die gewählte Methode goldrichtig.

Wie sieht die Problemlösung mit Lean Six Sigma aus?

Eigentlich unterscheidet sie sich gar nicht so sehr von der Art und Weise, wie wir normalerweise an die Lösung alltäglicher Probleme herangehen.

Schritt Beispiel
1. Definieren Meine Katze zu dick: Die Züchterin empfiehlt, das Gewicht zu reduzieren.
2.Messen Die Katze wiegt derzeit 8 kg, das ist zu viel. Idealerweise sollte sie 6 kg wiegen.
Die Waage wurde geprüft, sie ist in Ordnung.
3. Analysieren Die monatlichen Gewichtsaufschriebe zeigen, dass die Zunahme im April begonnen hat, jedoch nur bei einer der beiden Hauskatzen.
Die monatlichen Gewichtsaufschriebe zeigen, dass die Zunahme im April begonnen hat, jedoch nur bei einer der beiden Hauskatzen.
Da wir die Ursache des Problems nicht kennen, nur dessen Startzeitpunkt, notieren wir alles, was uns über das Problem bekannt ist …und suchen nach Unterschieden:

  • Die Futtermengen von Nass- und Trockenfutter wurden nicht verändert, die Trockenfuttermengen lassen sich schwer dosieren.
  • Bei beiden Katzen handelt es sich um Wohnungskatzen
  • Seit Februar Umstieg auf Trockenfutter eines anderen Herstellers, da nicht mehr lieferbar
  • Unserer Tochter ist aufgefallen, dass die nicht betroffene Katze das neue Trockenfutter nur in sehr geringen Mengen frisst, weil sie es nicht so gern mag.
  • Beim Vergleichen der beiden Trockenfuttersorten zeigt sich, dass das neue Trockenfutter deutlich mehr Getreide enthält und der Energiegehalt doppelt so hoch ist.
    Die Hauptursache „neues Trockenfutter“ erklärt die beobachteten Unterschiede.

4. Verbessern Umstieg auf das ursprüngliche Trockenfutter, das bei einem anderen Händler weiterhin lieferbar ist.
Das Gewicht der Katze normalisiert sich.
5. Regeln Zur Aufrechterhaltung der Verbesserung wird monatlich geprüft, ob eine signifikante Zunahme stattgefunden hat, auch dann wenn das Gewicht im Normalbereich liegt.

Ein roter Strich im Futternapf stellt sicher, dass nicht versehentlich zu viel Trockenfutter eingefüllt wird.

Die im Beispiel praktizierte DMAIC-Methodik unterscheidet sich nur in wenigen Punkten von der herkömmlichen Problemlösung:

  • Die eingesetzte Waage (Messung des Problems) wird hinterfragt und als mögliche Ursache ausgeschlossen.
  • Die Analyse bereits vorhandener historischer Daten liefert zusätzliche Erkenntnisse.
  • Das Problem wird präziser beschrieben und vorhandene Unterschiede werden identifiziert (Katze zu Katze, Zeitpunkt zu Zeitpunkt, Futtersorte zu Futtersorte).
  • Bevor Verbesserungsmaßnahmen ergriffen werden, muss ein Nachweis über Ursache & Wirkung erbracht werden. Der Nachweis ist erforderlich, weil die Ressourcen für Verbesserungsmaßnahmen begrenzt sind.
  • Einfache Praktiken wie Checks, visuelles Management und Standardisierung verhindern Irrtümer & menschliche Fehler.
  • Prävention und Prozesskontrolle sichern die Aufrechterhaltung der erzielten Verbesserung ab

Während in der Analysephase etwas mehr Zeit investiert wird, verkürzt sich die Umsetzungsphase deutlich. Unnötige Verbesserungsschleifen und ein Wiederauftreten des Problems werden vermieden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Lean Six Sigma- Methodik eine Aneinanderreihung von Fragen des gesunden Menschenverstandes beinhaltet, die man sich stellt, um ein Problem mit möglichst wenig Maßnahmen, auf Anhieb und nachhaltig zu lösen.

Zwei Grundannahmen von Lean Six Sigma lauten:

  • Nur was ich messe, kann ich verbessern
  • Wenn die wahren Ursachen eines Problems aufgedeckt werden, dann kann das Problem durch Kontrolle und Beseitigung der Ursachen verringert oder beseitigt werden. 

Wir halten fest: Alltagsprobleme, bei denen die Ursache unbekannt ist, sind ideal für Lean Six Sigma.

Welche Alltagsprobleme möchtest Du mit Lean Six Sigma angehen? Teile Deine Erfahrungen in unserer Community! 😊

Related Articles